2 Methoden zur Befestigung eines Bildes an der Wand

Das Grobe ist geschafft, die Kartons sind ausgepackt und die meiste Arbeit ist erledigt - Ihre neue Wohnung oder Ihr neues Haus ist nun einzugsbereit. Es fehlt nur noch Ihr wunderschönes Bild, auf dem sich schon etwas Staub angesammelt hat. Oder vielleicht steht ja gar kein Umzug an, sondern Sie brauchen einfach ein wenig Veränderung und möchten Ihr neu erworbenes Bild an der Wand befestigen. So oder so stellt sich die Frage, wie Sie Ihr Bild am besten befestigen können. Machen Sie sich keine Sorgen: In diesem Artikel finden Sie die nötigen Tipps und Tricks! Mit unseren Ratschlägen können Sie Ihr Bild einfach an der gewünschten Stelle aufhängen.

Je nach Wandbeschaffenheit empfehlen wir Ihnen zwei verschiedene Methoden zur Befestigung Ihres Bildes.

Zuallererst müssen Sie jedoch festlegen, wo Sie Ihr Lieblingsbild aufhängen möchten. Nahe am Licht? Im Einklang mit Ihren Möbeln, Büchern oder Ihrer Wandfarbe? Gut sichtbar oder ein wenig versteckt, damit Ihre Gäste es nicht den ganzen Abend lang anstarren? Haben Sie sich entschieden? Sind Sie sicher? Lassen Sie das Bild von Ihrem Partner oder Ihrem Nachbarn an der vorgesehenen Stelle halten, nehmen Sie etwas Abstand und bestätigen Sie Ihre Entscheidung. Markieren Sie die vier Ecken des Bildes mit einem Bleistift.

Jetzt kann es losgehen! Bereiten Sie folgendes Material vor: ein Maßband, einen Bleistift mit Radiergummi, eine Wasserwaage, eine Bohrmaschine, einen Hammer, Bohrer in verschiedenen Größen, einen Schraubendreher, Schrauben (oder Nägel oder Bilderhaken), Draht und Kippdübel (oder Schraubdübel), falls Sie sich für diese Methode entscheiden.

Befestigung eines Bildes an einer Wand aus Porenbeton

Bevor Sie mit der eigentlichen Befestigung beginnen, sollten Sie die Mitte der Stelle markieren, wo Ihr Bild zukünftig hängen soll. Messen Sie anschließend den Abstand zwischen der Oberseite des Bildes und der Bildaufhängung und zeichnen Sie diesen Abstand an der Wand an. Ist Ihr Bild mit einem zwischen zwei Haken gespannten Draht ausgestattet, dann dehnen Sie diesen für eine korrekte Abstandsmessung möglichst weit aus. Nach der Abstandsmessung können Sie den Nagel oder die Schraube an der entsprechenden Stelle befestigen.

Hier stellt sich natürlich die wichtige Frage, auf welche Art und Weise Sie Ihr Bild befestigen möchten. Ihnen stehen mehrere Möglichkeiten zur Auswahl: Nagel, Schraube, Bilderhaken ... Sie müssen nun eine Entscheidung treffen. Wiegt Ihr Bilder weniger als 10 kg, spielt die Befestigungsart keine Rolle. Was die Nägel betrifft, sollten diese eine Länge von mindestens 5 cm haben. Schlagen Sie Ihren Nagel in einem 45°-Winkel in die Wand, damit dieser das Bild auch tatsächlich hält. Haben Sie sich für eine Schraube entschieden, dann müssen Sie lediglich ein Loch bohren und die Schraube dort befestigen. Bei einem Bilderhaken muss der Nagel in das Loch des Hakens geschlagen werden. Auch hier sollten Sie einen Winkel von 45 Grad einhalten.

Wiegt Ihr Bild jedoch mehr als 10 kg, sollten Sie Kippdübel, Spreizdübel oder Schraubdübel verwenden. Bei Schraubdübeln müssen Sie langsam bis zum Anschlag schrauben. Bei Kippdübeln muss der Befestigungsanker im Inneren des Loches befestigt werden. Haben Sie es geschafft, den Kippmechanismus hinter das Loch zu bringen, dann ziehen Sie den Dübel wieder in Ihre Richtung, damit die Flügel hinter der Wand anschlagen. Der Plastikzylinder muss gegen Ihre Wand drücken.
Nun können Sie Ihr Bild aufhängen und es in die Waagerechte bringen.

Überprüfen Sie beim Aufhängen, dass die Befestigungsvorrichtung auch tatsächlich stabil genug ist.  Ist dies nicht der Fall, müssen Sie leider wieder von vorn beginnen.  Hängt das Bild sicher, dann überprüfen Sie seine waagerechte Ausrichtung mit einer Wasserwaage. Ein schiefes Bild macht keinen guten Eindruck!

Befestigung eines Bildes an einer Gipswand

Sie sollten wissen, dass Sie beim Einschlagen eines Nagels in Ihre Gipswand Risse verursachen können oder dass diese unter Umständen zerbröseln kann. Um dies zu verhindern, können Sie auch Klebehaken verwenden. Allerdings sollten Sie in diesem Fall auf die Raumfeuchtigkeit achten. Bei zu feuchten Räumen kann es vorkommen, dass der Klebehaken nicht lange hält.

Sie sollten auch das Gewicht Ihres Bildes kennen. Wiegt es weniger als 2 kg, gehört es in die Kategorie der Leichtgewichte und kann mit einem Klebehaken befestigt werden.

Auch wenn es in der Regel keinen Spaß macht - die für das Bild ausgewählte Stelle sollte vorher gereinigt werden. Nach der Reinigung sollten Sie die Wand abtrocknen. Sparen Sie nicht am Reinigungsmittel, da eine Befestigung an einer unreinen Wand später zu Problemen führen kann. Alle Spuren von Feuchtigkeit oder Schmutz müssen entfernt werden. Lassen Sie Ihre Wand trocknen, damit Ihr Haken korrekt an der Oberfläche klebt. Der relativ poröse Gips mag keine Feuchtigkeit und kann mitunter schimmeln, was natürlich keinen guten Eindruck macht. Es gibt diverse Methoden, Gips zu reinigen, aber am besten ist nach wie vor ein gutes altes Großmutter-Rezept: warmes Wasser und sanftes Spülmittel. Machen Sie mit Ihrem Schwamm vorsichtige Kreisbewegungen und trocknen Sie anschließend die Wand mit einem trockenen Putzlappen (nicht scheuern).

Nehmen Sie einen soliden Klebehaken, der zur Befestigung oder dem Draht Ihres Bildes passt. Kleben Sie diesen nun an die Wand. Sie können auch zwei Bilderhaken nebeneinander verwenden. Hierbei sollten Sie jedoch darauf achten, dass der Abstand zwischen diesen Haken die Breite des Bildes nicht überschreitet.

Jetzt wird es Zeit, Ihr Bild oder Ihre Nachbildung aufzuhängen. Verwenden Sie hierzu die Befestigung auf der Rückseite des Bildes.

Bei schwereren Bilderrahmen empfehlen wir Ihnen, diese in einer Stütze der Wand zu befestigen. Zur Bestimmung des Ortes, an dem Ihr Bild aufgehängt werden soll, reicht ein einfaches Bandmaß. Nehmen Sie die Maße wie bereits zu Beginn des Artikels erklärt und markieren Sie die Stelle, an der das Bild befestigt werden soll.  Kleben Sie ein Stück Klebeband auf Ihre Markierung. Nehmen Sie einen Bleistift und durchstechen Sie den Klebestreifen in seiner Mitte. Kleben Sie einen weiteren Streifen, etwas größer als der erste, unter das Loch. Dieser muss auf seiner Länge so geknickt werden, dass eine nicht klebende Seite nach Innen zeigt. Kleben Sie die andere Seite dieses Klebebandes an Ihre Wand. Sie fragen sich jetzt sicher, wozu dieses Klebeband gut ist? Das Klebeband dient dazu, einen großen Teil des beim Bohren entstehenden Staubs abzufangen. Wenn Sie nicht genügend Zeit haben, müssen Sie diesen Tipp für Perfektionisten nicht unbedingt befolgen.

Nun ist es an der Zeit, mit viel Gefühl an der Markierung ein Loch in die Wand zu bohren. Nützliches Detail: der Bohrer stoppt beim Erreichen der Gipsschicht. Ihr Loch darf nicht größer als Ihr Bohrer sein. Das Klebeband kann nach dem Bohren entfernt werden. Nehmen Sie einen Hammer und schlagen Sie den Dübel vorsichtig in die Wand. Wenn Sie zu grob vorgehen, können Sie die Wand beschädigen. Dies passiert leider nicht nur bei den anderen ...

Achtung: Plastikdübel können sich verkrümmen, wenn das Loch zu klein ist. Wenden Sie nicht zu viel Kraft auf und verfeinern Sie gegebenenfalls das Loch mit Ihrer Bohrmaschine. Sitzt Ihr Dübel fest in der Wand, haben Sie es geschafft. Diese Befestigungsart reduziert auch die auf die Gipsplatte ausgeübten Spannungen. Es gibt verschiedene Arten von Dübeln. Für Ihren Bilderrahmen dürften Kunststoffdübel ideal sein. Natürlich stehen Ihnen im Fachhandel auch andere Dübel aus Glasfaser, Holz oder Metall zur Verfügung. Ihr Dübel muss mit einem Schraubendreher in der Wand befestigt werden.  Wenn Sie Kraft sparen wollen, können Sie auch einen elektrischen Schraubendreher verwenden.

Bevor Sie das Bild aufhängen können, müssen Sie nur noch den entstandenen Schmutz und Staub entfernen. Danach können Sie es endlich mit einer Schraube befestigen.

Wir hoffen, dass wir Ihnen bei der Befestigung Ihres Lieblingsbildes helfen konnten und Sie und Ihre Gäste den Anblick genießen!

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