Nieten eignen sich für dauerhafte mechanische Befestigungen. Sie wurden entwickelt, um zwei Gegenstände fest miteinander zu verbinden. Ein Niet besteht aus einem zylindrischen Dorn mit zwei Enden: dem Kopf und dem Ende, das zerquetscht und plattgedrückt wird. Nietverbindungen haben mehrere Vorteile: sie verbinden alle Materialien, sind günstig und einfach zu realisieren. In den Baumärkten findet man verschiedene Arten und Formen. Für eine gelungene Nietverbindung muss zuvor das geeignete Niet ausgewählt werden. Hierbei sollte auf mehrere Kriterien geachtet werden.

Die verschiedenen Nietarten

Es gibt zahlreiche Arten von Nieten aus verschiedensten Materialien: Stahl, Aluminium, Messing, Kunststoff, Kupfer etc. Auch die Kopfform variiert von einem Modell zum anderen: platt, gesenkt, rund und gewölbt. Standardnieten sind häufig aus hartem Material hergestellt und werden in erster Linie in der Automobilindustrie verwendet. Das Blindniet, auch als Pop- oder Zugdornniet bezeichnet, ist aufgrund seiner einfachen Anwendung besonders beliebt. Ein Zugang zu beiden Seiten der zu verbindenden Teile ist in diesem Fall nicht erforderlich. Der Dorn bricht nach dem Blockieren von allein und lässt das Niet fest an seiner Stelle. Es gibt auch Doppelnieten, die aus zwei Teilen mit jeweils einem Kopf bestehen. Hier wird der Dorn eines in den hohlen Stift des anderen Teils eingeführt. Für den Außenbereich oder bei Bauteilen, die hoher Feuchtigkeit ausgesetzt sind, empfehlen wir Ihnen wasserdichte Nieten.

Die Wahl des passenden Niets: Welche Größe für welche Materialstärke?

Für eine zufriedenstellende Nietverbindung ist die Wahl der Nietgröße von entscheidender Bedeutung. Die Größe hängt vom Nietdurchmesser und der Materialstärke der zu verbindenden Teile ab. Zwar gibt es Ausführungen in vielen verschiedenen Durchmessern, am häufigsten stößt man jedoch auf die Folgenden: 2,4 mm – 3 mm / 3,2 mm / 4 mm / 4,8 mm / 5 mm / 6 mm und 6,4 mm.

Zur Berechnung der passenden Nietlänge gibt es die folgende Formel: Im ersten Schritt messen Sie die gesamte Materialstärke der beiden zu vernietenden Teile und multiplizieren diesen Wert mit 1,1. Danach messen Sie den Nietdurchmesser und multiplizieren diesen mit 1,5. Anschließend addieren Sie diese beiden Werte.

Zum besseren Verständnis geben wir Ihnen ein Beispiel: Ein Niet mit einem Durchmesser von 3 mm soll zum Vernieten von zwei Blechen mit einer Materialstärke von jeweils 1 mm verwendet werden.

Dementsprechend wird die Länge folgendermaßen berechnet: 2,2 mm (gesamte Materialstärke der zu vernietenden Teile x 1,1) + 4,5 mm (Nietdurchmesser x 1,5) = 6,7 mm.

Unter der Länge wird selbstverständlich der Abschnitt unter dem Nietkopf verstanden.

Tipps und Tricks für eine gelungene Nietverbindung

Die für Nietverbindungen passenden Werkzeuge und Techniken hängen von mehreren Kriterien ab: Art und Material des Niets, Verwendungszweck und Material der zu vernietenden Gegenstände. Ist das passende Niet gefunden, müssen die zu vernietenden Teile gebohrt werden. Hierfür brauchen Sie einen Bohrer mit dem entsprechenden Aufsatz: Der Durchmesser überschreitet den des Niets um 10 %. Nach dem Bohren erfolgt dann das eigentliche Vernieten. Für einfache Aufgaben ohne großen Kraftaufwand empfehlen wir eine Handnietzange (manuell). Setzen Sie das Niet in die Zange und führen Sie es in das Loch ein. Drücken Sie die Griffe der Zange fest zusammen. Bei besonders festen Gegenständen oder regelmäßiger, professioneller Anwendung sollten Sie lieber eine Druckluft-Nietzange (oder hydraulisch) verwenden.

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