eine Gewindestange in einer Wand

Seit Ewigkeiten sucht der Mensch nach Methoden und Werkzeugen zur Befestigung verschiedenster Gegenstände. Dank der heutigen Technik ist mittlerweile jeder dazu in der Lage, verschiedenste Objekte in verschiedensten Materialien zu befestigen. Dennoch muss, abhängig von der Wandbeschaffenheit und dem Gewicht des zu befestigenden Gegenstands, die richtige Methode gewählt werden. Der Dübel spielt bei der Befestigung eine entscheidende Rolle und muss dementsprechend sorgfältig ausgewählt werden. Neben mechanischen Dübeln (einfache Dübel, Dübel für hohle Materialien, Hohlraumdübel …) gibt es auch chemische Dübel.

Chemische Dübel garantieren einen optimalen Halt. Zur Verwendung chemischer Dübel muss lediglich das notwendige Material vorbereitet und systematisch vorgegangen werden.

Chemische Dübel: Anwendungen und Vorteile

Chemische Dübel sind belastbarer als mechanische Dübel. Bei der chemischen Versiegelung wird anstelle eines normalen Dübels eine zweikomponentige Harzmasse in das Loch eingespritzt. Dies ist die ideale Lösung zur Befestigung großer und schwerer Gegenstände. So wird sichergestellt, dass der Gewindestift fest in der Wand verankert ist. Selbstverständlich können chemische Dübel auch zur Befestigung leichter Objekte verwendet werden, vor allen Dingen, wenn diese in weichen oder hohlen Materialien befestigt sind, die keinen großen Halt bieten. Eine chemische Versiegelung dient häufig der Befestigung besonders wichtiger Objekte: Scharniere für Tore oder Rollläden, Sanitäreinrichtungen, Heizkessel, Klimaanlagen etc. Die Verwendung chemischer Dübel nimmt nur wenig Zeit (10 bis 15 Minuten) in Anspruch und garantiert festen Halt über mehrere Jahrzehnte! Darüber hinaus handelt es sich hierbei um eine günstige Lösung (durchschnittlich 15 €). Einfach, schnell und belastbar sind chemische Dübel sowohl bei Fachmännern als auch bei Hobby-Handwerkern beliebt.

Chemische Dübel Anwendungen und Vorteile

Vorbereitung

Wie bei allen Handwerksarbeiten ist eine gute Vorbereitung unumgänglich. Zur Zeitersparnis sollte sich das benötigte Material immer in Reichweite befinden. Die Wahl des Materials und der zu verwendenden Produkte spielt bei der chemischen Versiegelung eine entscheidende Rolle. Je nach Wandbeschaffenheit müssen Sie zum Bohren eine Bohrmaschine (Standard/Mehrzweck) oder einen Schlagbohrer verwenden. Natürlich sollten Sie auch über diverse Bohreinsätze verfügen. Zur Befestigung chemischer Dübel in Vollmaterial sind spezielles Harz, Härter und eine Handdruckpistole erforderlich. Bei Hohlmaterial brauchen Sie zusätzlich eine Siebhülse.

Die chemische Versiegelung schrittweise erklärt

Selbstverständlich beginnen Sie mit der Bohrung der Löcher an den Stellen, wo die Gegenstände befestigt werden sollen. Markieren Sie diese Stellen mit einem Stift. Wählen Sie, abhängig vom Durchmesser des Gewindestifts und der Wandbeschaffenheit, den passenden Bohreinsatz. Die Tiefe der Bohrung hängt von der Länge des verwendeten Gewindes ab. Idealerweise ist Ihre Bohrmaschine mit einem Tiefenanschlag ausgestattet. Ansonsten können Sie mit einem Ring oder etwas Klebeband die entsprechende Stelle auf dem Bohrer markieren. Nach dem Bohren sollte die Öffnung mit einer Luftdüse oder einem Flaschenreiniger gesäubert werden. Anschließend erfolgt die eigentliche chemische Versiegelung.

Einen Gewindestift in einer Mauer befestigen

Hierfür muss zuerst durch Mischen von Harz und Härter das zweikomponentige Produkt zum Einspritzen vorbereitet werden. Setzen Sie hierfür die Kartusche in die Handdruckpistole ein und schrauben Sie den Aufsatz auf. Ist das Harz fertig, kann dieses in das Loch eingespritzt werden. Dieser Vorgang kann je nach Wandbeschaffenheit leicht unterschiedlich sein. Bei Vollmaterial wird das Harz direkt in das Loch eingespritzt, während bei Hohlmaterial vorher eine Hülse eingesetzt werden muss. Beginnen Sie hinten im Loch und füllen Sie dieses zu zwei Dritteln. Führen Sie im direkten Anschluss den Gewindestift ein.

Die chemische Versiegelung

Warten Sie vor der Befestigung des gewünschten Gegenstandes ein paar Minuten, bis der Harz getrocknet und das Gewinde fest verankert ist.

Gewindestange

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